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Gepard

Transportpanzer 1 Fuchs

 

Entwicklung:

Der Trsp. 1 Fuchs wurde im Rahmen des Entwicklungsprogramms für die Radfahrzeuge- Folgegeneration entwickelt. Bereits im Jahre 1964 begann die Konzeptionsphase für den Bau von gepanzerten Radfahrzeugen. Es waren je ein vier-, Sechs und Achtradwagen geplant, die als Mehrzweckfahrzeuge dienen sollten. Von einem Gemeinschaftsbüro einerseits, dem die Firmen Büssing, Henschel, MAN, KHD und Krupp angehörten, sowie der Firma Daimler-Benz andererseits wurden mehrer Prototypen gebaut und ausgiebig erprobt.

Im Jahre 1970 erfolgte die Modellauswahl zugunsten der von der Firma Daimler-Benz vorgestellten Konzepte. Der gepanzerte Achtradwagen wurde nur als Spähpanzer entwickelt und später mit der Typenbezeichnung Luchs bei der BW eingeführt. Aus Kostengründen wurde eine Zeit lang noch das Konzept eines gepanzerten Vierradwagens als Transport- und Spähpanzer weiterverfolgt.

Im Rahmen eingehender Erprobungen stellte man jedoch fest, dass man die Forderungen nach ballistischem Schutz, Nutzlast und Notlaufeigenschaften mit 3 Achsen besser erfüllen konnte. Daher gab man die Entwicklung eines Vierradwagens zugunsten des Sechsrad-Transportpanzers wieder auf. Das Modell des Sechsrad-Transportpanzers der Firma Daimler-Benz wurde weiterentwickelt und erhielt die offizielle Typenbezeichnung ,,Transportpanzer 1 Fuchs´´.

Die Serienfertigung des Fuchs begann im Jahre 1979 durch die Firma Thyssen-Henschel.

 

Allgemeine Beschreibung:

Der Fuchs ist ein leicht gepanzertes, dreiachsiges Fahrzeug, das in der Bundeswehr seit 1979 im Dienst steht. Insgesamt verfügt die Bundeswehr heute über 1038 ,,Standart Füchse´´, d.h sie werden in der Regel als Mannschaftswagen, für Aufklärungszwecke und als Führungsfahrzeug eingesetzt. Ein kleiner Fahrzeugbestand ist mit einem Sanitätsrüstsatz ausgerüstet, andere dienen der elektronischen Aufklärung, dem eigenen Funkverkehr und der Störung des gegnerischen Funkverkehrs. Seit 1996 wurden 102 Fahrzeuge mit einer Zusatzpanzerung und verstärktem Minenschutz für den Einsatz auf dem Balkan nachgerüstet. Der Fuchs ist ohne Zusatzmittel schwimmfähig. Fast alle Fahrzeuge haben als Bewaffnung das MG-3/ 7,62 Millimeter. Manche sind auch mit dem Panzerabwehrsystem Milan ausgestattet. Die Panzerung des Fuchs schützt gegen Infanterie Waffen und gegen Splitter.

 

Technische Beschreibung:

Der Fuchs besitzt eine selbsttragende Panzerstahlwanne mit schrägen Seitenflächen. Die Fontflächen sind nach oben und nach unten abgeschrägt. Die Vorderecken sind gedrückt, um dem amphibischen Fahrzeug eine strömungsgünstige Form für die Wasserfahrt zu geben. Damit wurden gleichzeitig relativ geringe Luftwiderstandswerte erreicht, die sich sowohl bei schneller Straßenfahrt als auch gegenüber Detonationswellen aller Art vorteilhaft auswirken.  In der Decke der Fahrzeugwanne befinden sich über über dem Fahrerhaus zwei Rundluken für Fahrer und Beifahrer. Dahinter befinden sich die Lüfterschlitze für den Motor und weiter hinten eine große Mittelluke. Im hinteren Teil der Wannendecke sind zwei versetzt zueinander angeordnete Rechteckluken. Für spezielle Verwendungszwecke kann das Wannendach auch modifiziert werden. Der gesamte Innenraum verfügt über eine ABC-Schutzanlage sowie über eine Heizanlage. Eine Lenzanlage ist vorhanden und kann bei eventuellen Wassereinbrüchen das eingedrungene Wasser abpumpen.

Der Trsp. Fuchs hat vier Türen. Je eine Seitentür im Fahrerhaus und eine Doppelflügeltür am Heck. Einige Fahrzeuge verfügen am Heck über ein Hilfs-Stromerzeuger-Aggregat. Eine Klimaanlage kann eingebaut werden. Die aus Panzerglas bestehende Windschutzscheibe kann durch eine von innen bedienbare Beschussblende außen abgedeckt werden.

Die Reifen des Fuchs haben Notlaufeigenschaften. Die Räder befinden sich auf Außenplaneten-Starrachsen. Von den sechs angetriebenen Rädern werden nur die vorderen vier gelenkt. Bei Wasserfahrt wird der Fuchs durch zwei um 360 Grad schwenkbare vierblätterige Ruderpropeller angetrieben, die am Fahrzeugheck eingebaut sind. Der Motor von Daimler-Benz stammt aus dem zivilen Firmenprogramm. Die Tanks befinden sich unter Panzerschutz und sind selbstdichtend. Das Getriebe ist ein Lastschaltgetriebe mit Drehmomentwandler, es hat vie Sechs- und ein  Rückwertsgang. Der gesamte Triebwerksblock kann dank Schnelltrennkupplung sehr schnell aus und eingebaut werden.

 

Einsatz bei der Bundeswehr:

Der Trsp. Fuchs wird in der BW in den Panzerpionierkompanien als schwimmfähiges Gefechts- und Führungsfahrzeug eingesetzt. Das Jägerbataillon 552 der deutsch-frnzösischen Brigade sowie ein Gebirgsjägerbattaillon sind ebenfalls mit dem Fuchs ausgestattet. Darüber hinaus ist der Fuchs in  Brigadestäben, in Fernmeldebataillonen, in Panzeraufklärungseinheiten sowie in ABC-Kompanien anzutreffen.

 

Der Fuchs hat sich bei den Einsätzen der Bundeswehr in Krisengebieten bestens bewährt!

 

 Technische Daten:

 

Besatzung:  2+10 Mann

 

Länge:                          6,76 m

Breite:                          2,98 m

Höhe:                           2,30 m

Bodenfreiheit:            0,46 m

 

Gewicht:                      17,0 t

 

Geschwindigkeit:   105 km/h

(Straße)

Wasser:                      10 km/h

Überschreitet:               1,1 m

Klettert:                         0,60 m

Wenderadius                 8,5 m

Fahrbereich:              800 km

 

 

Motor:     Mercedes-Benz DM 402 A

                  8-Zylinder-V-Dieselmotor

                  12.760 cm³ Hubraum, 235 kW/320PS

                  390 L. Kraftstoffvorrat, 49 L. Verbrauch 

 

Getriebe: 6 Vorwärtsgänge

                  1 Rückwertsgang

 

 

 

Man beachte die extreme Achsverschrenkung

 

Gefechtsbereit!

 

und hier ein Krankenwagen Fuchs

 

 

 

 

 



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