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Daimler-Benz Unimog U1300 L

Der typische Militär-LKW in der leichten Fahrzeugklasse der Bundeswehr war in den Anfangsjahren der LKW 1,5 t gl Daimler-Benz Unimog S404 B. Dieses Fahrzeug aus der ersten Fahrzeuggeneration bewährte sich in der Truppe. Dies Die Gesamtkonzeption des Unimog war schon damals sehr fortschrittlich und wegweisend, sodass ein Großteil der S 404 B bis Mitte der 80er-Jahre bei der Bundeswehr im Dienst blieb.Im Jahre 1970 begannen die Untersuchungen über die Möglichkeiten der Realisierung für ein Nachfolgemodell des Unimog S 404 B mit 2 Tonnen Nutzlast. Von den deutschen Nutzfahrzeugherstellern konnte damals nur Daimler-Benz Vorentwicklungen einer zukunftsweisenden neuen Baureihe aufzeigen, da die Firma ihre Unimog –Fahrzeuge im Laufe der Jahre konsequent weiter entwickelt hatte. Alle Beteiligten gingen daher davon aus, dass der neue geländegängige LKW 2 T gl wieder ein Fahrzeug mit dem guten Stern sein würde. Überraschend konnte dann noch Magirus-Deutz auch einen LKW 2 t gl, den Typ MD 130 M 7 FAL, aus der gemeinsamen Entwicklung mit den Firmen Saviem, Volvo und DAF abgeleitet, anbieten.

 

Vergleichstest:

Die Bundeswehr kaufte Musterfahrzeuge beider Hersteller an. Teure Sonderentwicklungen konnten infolge der Handelsüblichkeit beider LKW-Typen vermieden werden. Die Forderungen der Bundeswehr ließen sich mit einer Teilmilitarisierung der Grundfahrzeuge, das heißt mit sogenannten Mehrausstattungen, erfüllen. Im Juli 1975 begannen die technischen Erprobungen und der Truppenversuch. Die Erprobungen wurden im September 1976 mit noch nicht zufriedenstellendem Ergebnis zunächst beendet. Beide Firmen lieferten dann im Februar 1977 verbesserte neue Musterfahrzeuge zu Nacherprobungen ab, wobei das Fahrzeug von Magirus-Deutz dem neuen Unimog in seinen Leistungen in nichts nachstand.

Die Bundeswehr entschied sich Ende 1977 nach den Erprobungen und Vergleichtests bei ansonsten gleichwertigen Fahrzeugen aufgrund des wirtschaftlicheren Angebotes zugunsten der Firma Daimler-Benz mit ihrem Unimog U1300 L.

Von 1978 bis 1987 lieferte Daimler-Benz insgesamt ca. 19.000 Fahrzeuge des Typs LKW 2 t gl (4 x 4) U1300 L an Heer, Luftwaffe, Marine und zentrale militärische Dienststellen der Bundeswehr.

 

Fahrzeugbeschreibung:

Der LKW 2 t Daimler-Benz Unimog U1300 entstammt dem Baukastenprinzip der schweren Unimog Baureihe und ist für den Transport von Personen, Material und Kabinen vorgesehen. Äußeres Kennzeichen der schweren Baureihe ist das kippbare Kurzhaubenfahrerhaus. Unter dem Fahrerhaus befindet sich in der Bundeswehrversion U1300 L ein 6-Zylinder-Direkteinspritzer-Dieselmotor mit 130 PS, dessen Verbrauch sich auf nur 21 L/100km bezieht. Die Karosserie ist ein verwindungsweicher Leiterrahmen, auf dem mittels Zwischenelementen der Tragrahmen für die Aufbauten gelagert ist. Das Fahrwerk ist einen Schubrohr-Konstruktion in Verbindung mit starren Portalschsen und Schraubenfedern.


Der Unimog U1300 L hat sich im harten Truppeneinsatz bestens bewährt. Auch bei Einsätzen der Bundeswehr in Somalia sowie auf dem Balkan bewies der Unimog seine Leistungsfähigkeit.

 Für den Einsatz in Krisenregionen wurden einige Fahrzeuge mit einem nachträglich gepanzerten Fahrerhaus versehen.

 

Technische Daten

  • Motorleistung: 96 kw/130PS
  • Antrieb: Allrad 4x4
  • Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
  • Fahrbereich: 800 km
  • Watfähigkeit: 1,2 m
  • Bodenfreiheit: 44 cm
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