g-3

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Gepard

Heckler&Koch G-3

 

Das Gewehr G3 ist eine Weiterentwicklung eines deutschen Sturmgewehres aus dem 2. Weltkrieg. Seit den 60er Jahren ist es die Standardwaffe der Bundeswehr und vieler ausländischer Streitkräfte. Eingeführt wurde das G3 in mehreren Versionen A1 bis A4, die sich hinsichtlich Material und Auslegung von Handschutz und Schulterstütze unterscheiden. Das Schnellfeuergewehr G3 ist ein Rückstoßlader mit feststehendem Lauf und beweglich abgestütztem Rollenverschluss. Es hat sechs Baugruppen, in die es von Hand durch Herausdrücken von vier Haltebolzen zerlegt werden kann. Gewehrgranaten können ohne Zusatzeinrichtung verschossen werden. Das G3 wird bei der Bundeswehr nach und nach vom neuen G36 abgelöst.


Baugruppen des Gewehr G3



1.Rohr mit Gehäuse und Anbauteilen

2.Verschluß

3.Griffstück mit Abzugseinrichtung und Sicherung

4.Bodenstück mit Schulterstütze

5.Handschutz

6.Magazin




Zubehör

  • 2 Magazintaschen
  • Mündungskappe
  • Waffenreinigungsgerät
  • 5 Magazine und
  • Trageriemen




Modellarten

  • G3A3 Kunststoff Handschutz und Schulterstütze, Freischwingendes Durchladerohr
  • G3A3A1 G3A3 mit Hülsenabweiser
  • G3A3ZF G3A3 mit Zielfernrohr
  • G3A4 Einschiebbare Schulterstütze, Kunststoff Handschutz


Technische Daten

Kaliber

7,62 mm

Patrone

7,62mm x 51

Anzahl der Patronen im Magazin

20

Größte Schußweite

3700 m

Kampfentfernung gegen Erd- und Luftziele

300 m

Kampfentfernung mit Zielfernrohr

600 m

Theoretische Schußfolge im Feuerstoß

500 – 600 Schuß / min

Anfangsgeschwindigkeit Vo

bis 800 m / s

Visierstellbereich

Lochkimme mit 200,300,400m und Grobvisier


 

Charakteristische Merkmale



  • Automatische Waffe
  • Geschlossene Waffe
  • Halbstarre Verriegelung
  • Rückstoßlader
  • Prellschlagbolzen
  • Freischwingendes Rohr
  • Abzugssicherung (Hebel)
  • Einzel-, und Dauer- Feuer
  • Drehvisier offen


 

Einzelteile der Baugruppen

1. Bodenstück mit fester Schulterstütze




(1) Schulterstütze
(2) Platte zur Schulterstütze
(3) Pufferschraube
(4) Zahnscheibe
(5) Sicherungsblech
(6) Hohlniet
(7) Buchse für Hohlniet
(8) Bodenstück mit Schließfederführungsrohr
(9) Schließfeder
(10) Stützring
(11) Anschlagbolzen
(12) Nietstift
(13) Verschlußpuffer
(14) Sicherungsschraube
(15) Zahnscheibe
(16) Haltebolzen



2. Verschluß




(1) Verschlußträger
(2) Zylinderstift
(3) Sperrhebel
(4) Sperrhebelfeder
(5) Verschlußkopf
(6) Ausziehfeder
(7) Auszieher
(8) Spannstift
(9) Rollenhalter
(10) Verriegelungsrollen
(11) Steuerstück
(12) Schlagbolzenfeder
(13) Schlagbolzen


 

3. Abzugsvorrichtung




(1) Abzugsgehäuse voll.
(2) Gabelbolzen
(3) Gabelbolzenfeder
(4) Schlaghebelachse
(5) Schlaghebel
(6) Abzugsachsen
(7) Abzug
(8) Abzugshebel
(13) Abzugsschenkelfeder
(14) Fangklinke
(15) Fangklinkenfeder mit Ablaufrolle
(16) Abstandsbuchse
(17) Auswerferachse
(19) Auswerfer
(20) Auswerferfeder
(21) Auslösehebel
(23) Sicherung





Aufgaben wichtiger Einzelteile

Sperrhebel

Er verzögert den Rücklauf des Verschlusses um zu gewährleisten, daß das Geschoß vor der vollständigen Entriegelung das Rohr bereits verlassen hat. Beim Verriegelungsvorgang verhindert er ein zurückprallen und somit ein vorzeitiges entriegeln des Verschlusses.

Abzugshebel

Er wirkt als Schußunterbrecher. Er fängt den Schlaghebel bei Stellung E nach jedem Schuß und bei Stellung F nach dem loslassen des Abzugs.

Auslösehebel

Gewährleiste bei Stellung F ein auslösen des Schlaghebels durch den nach vorne laufenden Verschluß. Somit kann dieser bei durchgezogenem Abzug immer wieder auf den Schlagbolzen schlagen bis der Abzug wieder losgelassen wird.

Steuerstück

Dient als Widerlager für die Verriegelungsrollen. Er ermöglicht die Entriegelung des Verschlusses durch den Druck des Pulvergases. Die schrägen Flächen des Steuerstücks ergeben ein Übersezungsverhältnis von 1:4. Das bedeutet, wenn die Verriegelungsrollen um 1 mm nach innen treten, bewegt sich der Verschlußträger um 4 mm nach hinten.

Entlastungsrillen

Verhindern ein festbrennen der Patronenhülse im Patronenlager. Sie ermöglichen, daß die Patronenhülse von außen mit Pulvergasen umspült wird und erleichtert somit das Ausziehen der Patronenhülse.




Funktion des Abzugshebels

Funktion 1und 2




1. Der hintere Teil des Abzugshebels liegt über der Druckpunktfläche des Abzugs. Der Weg des Abzugs bis zum Druckpunkt, etwa 1 mm, ist erkennbar.

2. Durch Zurückziehen des Abzugs wird der hintere Teil des Abzugshebls von der Druckpunktfläche angehoben, der vordere Teil senkt sich und tritt aus der Einzelfeuerrast heraus. Da durch wird der Schlaghebel (Hahn) frei und schlägt auf den Schlagbolzen.

Funktion 3 und 4






3. Der Abzugshebel wird durch seine Feder nach vorn und durch die Fangklinkenfeder nach oben gedrückt. Sein Weg wird vom Langloch begrenzt. Der hintere Teil des Abzugshebels tritt in die Abzugsstollenlast ein.

4. Der zurücklaufende Verschluß spannt den Schlaghebel. Der vordere Teil des Abzugshebels wird durch die Ablaufrolle nach oben gedrückt und legt sich vor die Einzelfeuer – Rast.

Funktion 5 und 6




5. Im Vorlaufen drückt der Verschluß den Auslösehebel nach unten und zwingt dadurch den Verschlußfanghebel (die Fangklinke), aus der Rast für Feuerstoß nach vorn auszutreten.

Der Abzugshebel wird durch die Nase der Rast für Einzelfeuer so weit im Langloch zurückgedrückt, bis der hintere Teil des Abzugshebels gegen den Abzugsnocken stößt. Dadurch ist der Abzugshebel zwischen Schlaghebel und Abzug eingeklemmt. In dieser Stellung kann kein neuer Schuß gelöst werden.

6. Nach dem Loslassen des Abzuges springt der Abzugshebel zurück und legt sich mit seinem hinteren Teil über die Druckpunktfläche.

Dieser Text, so wie der des G-36, wurde von der Seite http://www.rk-westhausen.ostalbforum.de übernommen



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