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Gepard

LKW 5 t tmil Mercedes-Benz Typ 1017/1017 A

 

Handelsüblicher LKW

Im Rahmen der Kfz-Folgegeneration entschied im Jahre 1976 der damalige Bundesminister der Verteidigung, Georg Leber, die Bundeswehr mit 26.000 handelsüblichen, nicht geländegängigen, LKWs der Nutzklasse 5 Tonnen auszustatten. Diese Meinung des Verteidigungsministeriums, dass man in Deutschland wegen des gut ausgebauten Starßen- und Wegenetztes kein voll geländegängigen Militärlastkraftwagen mehr benötigen würde, geprägt.

Aufgrund der Ausschreibung des BWB bewarben sich die Firmen Daimler-Benz, Magirus-Deutz und MAN mit je einem Prototy um den Auftrag zur Beschaffung von 26.000 handelsüblichen LKWs der 5-t-Klasse. Nach eingehender Erprobung der Prototypen durch die Bundeswehr erhielt die Firma Daimler-Benz den Auftrag für den LKW Tap 1017 bzw. 1017 A (A= Allrad). Da aber auch Daimler-Benz den Auftrag für die neue 2-t-Klasse der geländegängigen LKWs erhalten hatte, wurde der Auftrag für die Beschaffung der handelsüblichen 5-t-LKWs geteilt. Daimler-Benz lieferte ab dem Jahre 1977 insgesamt 22.000 LKWs vom Typ 1017 und 1017 A. Magirus-Deutz erhielt einen Teilauftrag für die Lieferung von insgesamt 7000 LKWs des Typs 168 M 11 FL.Auch diese Fahrzeuge befinden sich, wie MB Baureihe 1017/1017 A, heute noch im Einsatz.

 

Militärische Forderungen

Die handelsüblichen 5-t-LKWs sollten einige grundsätzliche militärische Forderungen der Bundeswehr erfüllen. So wurden beispielsweise folgende Kriterien gefordert:

-         militärische Nutzlast 5000 Killogramm

-         Ladefläche fünf Meter lang

-         Spezifische Motorleistung von 8PS/t mit Anhänger

-         Beobachtungsluke im Fahrerhausdach

-         Halterungen für Handwaffen der Besatzung, sowie anderer militärischer Geräte

-         Militärische Bremsanlage

-         Militärische Lackierung in NATO-Oliv

-         Verzurrösen auf dem Pritschenboden

-         Möglichkeit zum Personentransport auf der Pritsche

 

Ausgehend vom Grundfahrzeug in ziviler Einfachausführung konnten die genannten militärischen Forderungen ohne besonderen Aufwand erfüllt werden. Dies betraf besonders den LKW 1017 A von Daimler-Benz

 

Technische Beschreibung

Der LKW 5t vom Typ 1017 ist ein zweiachsiges Fahrzeug und wurde in zwei Ausführungen an die Bundeswehr ausgeliefert. Die eine Ausführung ist ein LKW mit Hinterachsantrieb (Typ 1017).

Eine weitere Ausführung ist der Typ 1017 A mit Allradantrieb, von dem aus verständlichen Gründen die größten Stückzahlen gefertigt und ausgeliefert wurden. Die ersten 1977/78 an die Bundeswehr gelieferten Fahrzeuge besaßen eine Holzpritsche. Ab dem Jahr 1979 erhielten die LKWs eine Stahlpritsche. In beiden Ausführungen ist die Hinterachse mit Zwillingsreifen bestückt.

Das Kippfahrerhaus bietet drei Mann Platz und ist an der Rückseite mit einem zusätzlichen Stauraum versehen. Der biegereife, jedoch verdrehweiche Leiterrahmen des LKW Merceds-Benz 1017/1017 A ist mit einem Hilfsrahmen verbunden, an dem die Pritsche über vier Lager verwindungsarm gelagert ist, um den Transport von Kabinen zu ermöglichen. Das Reserverad wurde am Rahmenende untergebracht

Die Achsen des LKW sind mittels langer Blattfedern und Teleskopstoßdämpfer sowie Drehstabstabilisatoren mit dem Rahmen verbunden.

Die zulässige Vorderachslast beträgt 4,8 Tonnen und die der Hinterachse 7,5 Tonnen.

Der wassergekühlte, aufgeladene 6-Zylinder-Rheindieselmotor von Mercedes-Benz mit Abgasturbolader treibt über eine Trockenkupplung, ein fünf-Gang-Synchrongetriebe und ein Zweistufen-Verteilergetriebe die Achsen an.

Der Motor ist unter dem Kippfahrerhaus eingebaut und leistet 172 PS.

Die Bremsanlage des LKW 1017/1017 A ist eine zweikreis-Hydraulikbremse mit Zweikreis-Druckluftunterstützung. Die hydraulischen Radbremszylinder an der Vorder- und Hinterachse wirken auf die Trommelbremsen. Die Feststellbremse wird durch zwei Druckluft-Federspeicher dargestellt, die über ein Gestände die Hinterradbremsen betätigen. Auf die Pritsche des Fahrzeugs, die eine Fläche von 5000 x x2385 Millimeter besitzt, können die Kabinen der Bundeswehr transportiert werden. Die Kabinen werden im Aufnahmepunkt fixiert und an den Längsseiten verzurrt. Außer diesen Aufnahmepunkten sind Verzurrösen und Aufnahmepunkte für Mittelsitzbänke im Pritschenboden eingelassen. Das Frontlenkerfahrerhaus ist stufenlos bis zu 65 Grad nach vorne kippbar. Der Kippvorgang wird durch eine Hydraulikpumpe vorgenommen und ermöglicht Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Motor, der sich unter dem Fahrerhaus befindet.

 

Bewährung bei der Truppe

Der LKW 5 t tmil Mercedes-Benz hat sich ,besonders in der Ausführung mit Allradantrieb, bestens bewährt. Er ist ein schnelles und sehr zuverlässiges Transportfahrzeug. Eingesetzt wird der LKW bei allen drei Teilstreitkräften und im Heer bei fast allen Waffengattungen. In der Truppe sind verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Aufbauten und Rüstsätzen im Einsatz. Der Großteil der Fahrzeuge ist auch heute noch im aktiven Truppendienst tätig und wird eas auch noch die nächsten Jahre bleiben.

 

Technische Daten

 

Typ 1017 A

 

Besatzung:     1+2 Mann

 

Länge:             7,22m

Breite                2,50m

Höhe:                3,42m

Bodenfreiheit: 0,31m

Reifen:    10 R 22,5 Hinterräder Zwillingsbereift

 

Gesamtgewicht:  12,2 t

Leergewicht:          6,8 t

 

Max. Geschwindigkeit:  87 km/h

Steigfähigkeit:     46%

Watttiefe:              0,5m

Wendekreis:    16,90m

Fahrbereich:    700 km

 

Motor:           Mercedes-Benz, OM 352 AVIII, mit Abgasturbolader

                        6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor, 5675 cm³ Hubraum, 127kw/172PS

Verbrauch:  28L/100km, 135 L Kraftstoffvorrat

 

 



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